Sakrale Skulptur im Vorgebirge – St. Mariä Heimsuchung von Gottfried Böhm
in Zusammenarbeit mit:
Pastoralbüro Alfter und dem Kirchenbauverein e. V. Sankt Mariä Heimsuchung Impekoven
03 | 2026
Eine Begegnung mit rohem Beton und gefaltetem Licht. Für mein neuestes freies Projekt hatte ich das Privileg, eines der weniger bekannten, aber architektonisch bedeutendsten Werke des Pritzker-Preisträgers Gottfried Böhm zu dokumentieren. St. Maria Heimsuchung in Alfter-Impekoven.
In meiner fotografischen Serie konzentriere ich mich auf das Spannungsfeld zwischen der massiven, skulpturalen Physis des Sichtbetons und der Flüchtigkeit des Tageslichts, das durch die komplexe, geometrische Dachlandschaft bricht. Der bewusste Kontrast der leuchtend roten Kirchenbänke zur Monochromie des Betons erzeugt eine visuelle Dichte, die die spirituelle Kraft dieses Raumes spürbar macht.
Besonderer Dank gilt dem Pastoralbüro Alfter und dem Kirchenbauverein e. V. Sankt Mariä Heimsuchung Impekoven für die freundliche Unterstützung und die konstruktive Zusammenarbeit, die dieses Projekt in dieser Form ermöglicht haben.
Die Arbeit ist eine Hommage an die brutalistische Moderne und eine Demonstration präziser Lichtführung in der Architekturfotografie.
Schichten der Zeit – Das Kolumba Museum in Köln
freies Projekt
02 | 2026
Inmitten der Kölner Innenstadt erhebt sich ein Bauwerk, das die Wunden der Geschichte nicht verdeckt, sondern sie zu seinem Fundament macht. Für mein neuestes freies Projekt habe ich das Kolumba Museum von Peter Zumthor fotografisch dokumentiert – eine meisterhafte Symbiose aus gotischer Ruine und zeitgenössischer Architektur.
Meine Serie spürt dem Dialog der Epochen nach. Die Bilder zeigen, wie sich das eigens für diesen Bau entwickelte, helle Ziegelmauerwerk nahtlos und doch selbstbewusst über die Überreste der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche St. Kolumba legt.
Besonderes Augenmerk lag auf der Inszenierung des Lichts: Im riesigen Ausgrabungsraum fällt es sanft durch das perforierte Filigranmauerwerk und tanzt zwischen den schlanken Betonstützen. Diese kühle, fast mystische Atmosphäre der archäologischen Ebene bilde ich im starken Kontrast zu den intimen Räumen ab – wie der dunklen Kapelle der „Madonna in den Trümmern“ oder dem warmen, mit Mahagoniholz verkleideten Lesezimmer. Es ist eine fotografische Reise durch Schichten aus Stein, Licht und Stille.
Stille aus Beton und Licht – Die Bruder Klaus Feldkapelle
freies Projekt
01 | 2026
In der weiten, winterlichen Landschaft bei Wachendorf erhebt sich ein Monolith, der sich der Zeit zu widersetzen scheint: Peter Zumthors Bruder Klaus Feldkapelle. Als freies Projekt habe ich diesen einzigartigen Sakralbau besucht, um seine archaische Kraft in einer Serie festzuhalten.
Meine Aufnahmen konzentrieren sich auf den radikalen Dialog zwischen Architektur und Natur. Der helle Schnee der Eifel isoliert den Turm aus Stampfbeton und verstärkt seine monolithische Wirkung, während er gleichzeitig einen harten Kontrast zum verborgenen Inneren bildet.
Betritt man die Kapelle, wechselt die Atmosphäre schlagartig: Von der Kälte und Weite der Schneelandschaft in eine dunkle, fast höhlenartige Intimität. Meine Bilder untersuchen die Haptik der rußgeschwärzten Wände – Zeugen der 112 Fichtenstämme, die einst die Schalung bildeten und ausgebrannt wurden. Der Blick wird unweigerlich nach oben zum offenen Okulus gelenkt, wo Licht und Witterung ungehindert eindringen. Es ist eine Architekturfotografie, die nicht nur den Raum dokumentiert, sondern die transzendente Stille und das dramatische Lichtspiel dieses Ortes spürbar macht.
Limburg an der Lahn
freies Projekt
10 | 2025
Limburg an der Lahn besticht durch seine gut erhaltene Altstadt mit Fachwerkhäusern, die sich malerisch an die Flussschleife schmiegen, dominiert vom imposanten Limburger Dom auf dem Hügel. Enge Gassen, steinerne Brücken und stimmungsvolle Uferpromenaden schaffen eine zeitlose Kulisse — ideal für stimmungsvolle Fotografien voller Charme und historischer Atmosphäre.